Keine Lust mehr auf Reisen!?!

Keine Lust mehr auf Reisen!?!

Eigentlich gehöre ich zur Fraktion derjenigen, die die Sprüche: „In der Ferne liegt das Glück!“ oder „Reise und du bist glücklich“ sofort unterschreiben. Oft bin ich sogar ziemlich verständnislos, wenn mir jemand erzählt, dass er gar nicht gerne reist.

Ich frage mich nach solchen Begegnungen wie man ohne Reisen glücklich sein kann?! Ich bin dann fast froh, die Sesshaftigkeit jener, die das Reisen nicht brauchen, nicht zu kennen. Wobei bei mir auch immer ein kleiner Neid mitschwingt, wenn jemand sagt: „Ich bin so zufrieden, ich brauche das mit dem Reisen gar nicht. Einfach im Café um die Ecke zu sitzen oder Zeit für mich und meine Hobbys zu haben, das macht mich viel glücklicher.“

Ich will in Karlsruhe alt werden und hier sterben, aber gleichzeitig wäre ich nicht ich, wenn ich hier jeden der 365 Tage im Jahr sein müsste. Gerne nenne ich mich: Reisemädchen. Auch wenn ich mit Mitte 30 die Mädchenjahre längst hinter mir gelassen habe. Ich brauche das Reisen ebenso wie die Luft zum Atmen.

Doch dann gibt es auch Tage wie heute.

Ich sitze im Zug irgendwo zwischen Berlin und Karlsruhe.

Diese Zugfahrten sind, wenn es um Texte für hier geht, eigentlich ein zuverlässiger Ort an dem ich häufig kreative Einfälle und besonders viel Lust zu schreiben habe. Die vorbeigleitende Landschaft ist die pure Reiselust und -inspiration und macht unsagbar zufrieden, obwohl sie ja eigentlich nur der Weg zum Ziel ist.

Heute habe ich diese kreative Schreibe erst mal nicht, trotz gelben Rapsfeldern und sonnig beschienen grünen Wiesen und vorbeiziehenden Städten, Flüssen und Wäldern.

Mittlerweile bin ich näher an Karlsruhe als an Berlin und merke, was zuletzt hier auch immer wieder durchklang, mir wird alles zu viel …

Vor allem auch und ausgerechnet: das Reisen.

Trommelwirbel und Schockstarre.

Weil ich selbst so verblüfft über diese Erkenntnis bin, möchte ich mich genau auf diesen Punkt in diesem Beitrag konzentrieren.

Ich bin erschrocken und sprachlos zu gleich. Mir war Reisen noch nie zu viel. Es ist zwar so, dass es mir schon noch gut geht, wenn ich unterwegs bin, ich merke aber, dass ich mehr Zeit brauche bis ich wirklich wieder los will und kann.

Doch woher kommt das so plötzlich?

Meine Südafrika Rundreise ist noch nicht einmal einen Monat her und trotzdem kann ich schon auf weitere Ereignisse wie ein verlängertes Budapest Wochenende und eine – zugegebenermaßen hauptsächlich beruflich verbrachte – Berlin-Woche zurückblicken. Auch vor Südafrika war es alles andere als ruhig, denn da war ich eine Woche beruflich in Stuttgart, München und Hannover sowie davor auf der ITB 2016 in Berlin.

Gerade überfällt mich ein unfassbares Heimweh – obwohl ich ja schon auf dem nach Weg nach Hause bin und hinter mir rund 48 Stunden mit einer großartigen Bloggerin liegen. Ich sollte also einfach nur glücklich sein. Aber da ist eben im Moment dieses Gefühl …

Als ich vor gut zwei Jahren mit meinem Partner beschloss für lange Zeit an einem Ort sesshaft zu werden und Eigentum zu kaufen, war besiegelt, dass in mir keine Dauerreisende steckt, die sich vorstellen könnte, ein halbes Jahr oder länger unterwegs zu sein. Doch gleichzeitig zweifelte ich auch diesen Entschluss an, gerade weil ich weiß, dass ich mich auf Reisen eigentlich immer gut fühle.

Daheim bildet mein Freund und unser Eigentum meine Glücksbasis. Gleichzeitig haben in den vergangenen Jahren immer mehr Reisemenschen in meinem Leben Einzug gehalten. Es sind Menschen mit denen ich eine unfassbare Reiseleidenschaft teile. So bin ich immer wieder in der Nähe von Dauerreisenden oder Digitalen Nomaden, die ein ganz anders Leben führen als ich. Für viele davon ist mein 9 to 5 Dasein, das mich glücklich macht, mehr ein veraltetes Konstrukt. Kein Wunder, dass ich in ihrer Nähe auch immer wieder an meinem Lebensentwurf Zweifel.

Die Krux in unserer Gesellschaft ist, dass wir in der Theorie alles haben können.

  • Wir können unsere Jobs verlassen und unsere Partner.
  • Wir können Neu anfangen oder auch nicht.
  • Wir können der sein, der wir sind, aber auch jemand ganz anderes.
  • Wir müssen nur uns selbst lieben und wissen was wir wollen …

Doch da fängt ja meist schon das Problem an. Ich weiß selten ganz genau, was ich wirklich will.

Na ja gut, vielleicht weiß ich, dass ich gleichzeitig Pippi und Prinzessin sein möchte … doch zurück zur Realität:

  • Ich will ein Kind. Meistens. Aber ich kümmere ich mich nicht darum.
  • Ich liebe meinen Job. Aber ich poste trotzdem auf facebook „Juhuu Freitag“ und „Och nöö Montag“-Sprüche.
  • Ich habe meine liebste Insel auf der Welt gefunden (Post aus Formentera), aber trotzdem fahre ich fast nie dahin, weil ich noch den Rest der Welt sehen will.
  • Ich habe einen festen Wohnsitz und will doch immerzu reisen …

Halt. Stopp.

Will ich das wirklich?

Heute sind für einen Moment die Zweifel am Eigentumskauf weggewischt. Heute fühlt sich Zuhause richtiger an denn je.

  • Vielleicht weil gerade Zuhause der Sommer eingekehrt ist und die Terrasse das schönste Außenwohnzimmer ist, das ich mir vorstellen kann.
  • Vielleicht, weil ich erkenne, dass ich meine Reisen auch reflektieren und verarbeiten muss.
  • Vielleicht, weil manchmal genug, auch genug ist.

Das langsame Reisen von dem so viele Reiseblogger sagen, dass du es auf Reisen leben sollst, von dem muss ich wohl lernen, es mit dem Alltag und meiner Fernweh-Seele in den Einklang zu bringen. Ein wichtiger Schritt wird sein, so zu Reisen, dass ich Zuhause genug Zeit zum verarbeiten und neu planen habe. Vielleicht sind drei Reisen in einem Monat, plus heimatlicher Nachholbedarf einfach zu viel?

Keine Lust mehr auf Reisen!?!

Was also tun und was können Konsequenzen daraus sein, wenn das Reisen zu viel wird?

1. Ruhezeit Zuhause einplanen. Ich fahre heute zum Beispiel schon Samstags zurück, obwohl ein weiterer Tag in Berlin bestimmt traumhaft schön gewesen wäre. Doch schon bei der Reiseplanung spüre ich, dass ich den Sonntag Zuhause brauchen werde. Eigentlich, um Zeit mit meinem Freund zu verbringen, nun auch, um zu ruhen, nachzudenken und zu verarbeiten.
2. Wie reflektierst du? Erzählst du anderen von deinen Eindrücken, starrst du Löcher in die Luft, schreibst du deine Erinnerungen nieder oder meditierst du? Wenn du weißt, was dir gut tut, dann nimm dir die Zeit dafür. Ich habe zum Beispiel zuletzt viel weniger Blogartikel geschrieben, als ich wollte. Dabei ist gerade dieses Schreiben ein Garant dafür, dass ich zur Ruhe komme und meine Erinnerungen bestens noch mal Revue passieren lasse und verarbeite.
3. Was wird dir zu viel? Finde heraus, was dir zu viel wird. Sind es die Menschen mit denen du reist, die du auf Reisen ständig kennen lernst oder die einfach überall sind, wenn du durch eine fremde Stadt bummelst? Oder werden dir das ständige ein- und wieder auspacken und die damit verbundenen Ortswechsel zu viel? Suche den Gegenpol und ruhe dich darin aus.
4. Falle in kein Loch. OK, das mag absurd klingen, aber ich weiß, würde ich jetzt alle Reisepläne stornieren, die anstehen, dann wäre ich in Folge dessen sehr unglücklich. Ich brauche die Träume und die Planung ebenso wie ich meine Couch brauche auf der ich ohne To Dos liege und einfach ich bin.
5. Nein sagen. Ich muss lediglich lernen, Chancen auch mal auszuschlagen und nein zu sagen. Es muss ein bewusster Umgang mit der Ressource Zeit her. Ein Umgang, der mich genauso dazu befähigt, meine Ruhephasen beim Schreiben zu haben, wie auch die Erlebnisse, die es für die Schreibinhalte braucht, zu sammeln.
6. Wie viel Reisen sind genug? Meine neue Leitlinie: zwei im Monat. Ich möchte versuchen nicht mehr als zwei Reisen im Monat zu planen. Es gibt jetzt schon einen verplanten Juli in dem das scheitern wird. Denn dort stehen an: Ein Wochenende in Bingen, ein Wochenende in Berlin sowie eines in Leipzig. Alles bereits fest ausgemacht. Ebenso wie berufliche Tage in Mainz und in Potsdam. Ich freue mich auf alles, aber zum Ausgleich muss der August wieder ruhiger werden. Vielleicht dann mit nur einer Reise? Oder mal Heimaturlaub? Denn im Hochsommer ist Karlsruhe besonders schön.
7. Verdränge die Überlegung: was sagen andere dazu? Reise und erlebe so viel wie gut für dich ist. Wenn dein Glück darin besteht jeden Winter woanders zu sein, dann sei jeden Winter woanders. Wenn du jeden Monat reist und das als die Sahnehaube auf deinem Kuchen siehst, dann reise jeden Monat. Wenn es dir reicht, nur einmal im Jahr neue Eindrücke zu sammeln, dann ist auch das OK. Wenn du als Reiseblogger feststellst, das zwei Reisen im Monat für eine gewissen Zeit reichen müssen, dann sollte das auch OK sein.
8. Reise mit Leidenschaft. Reise immer so viel, dass die Leidenschaft bleibt. Reise so, dass du noch Fernweh verspürst und es im Magen kitzelt, wenn es los geht. Reise so, dass das Reisen das Schönste bleibt. Denn Reisen ist einfach großartig und hat nicht verdient, lieblos behandelt zu werden.

Ich könnte mir nichts schöneres als mein Reiseherz vorstellen und möchte es nie verlieren … Würde mich jemand mit der Stärken und Schwächen Frage löchern, wäre das Reiseherz bestimmt auf der Stärkenseite.

Ich reise heute so viel, das mein Reiseherz meist immens glücklich ist. Vor zehn Jahren sah das noch ganz anders aus. Als mich der Reisewahn zum ersten Mal packte hatte ich vielleicht ein oder zwei Reisen im Jahr. 2006 ging es zum Beispiel nach Kuba. Meine einzige Reise in jenem Jahr und dazu noch Pauschal. Die Reiseregelmäßigkeit kehrte erst in den vergangenen Jahren ein und hat in diesem Jahr aktuell ihren Höhepunkt erreicht. Dafür bin ich verdammt dankbar.

Aber gleichzeitig sorgt eben dieser Umstand auch dafür, dass ich die sichere Basis meines Zuhauses mehr schätze und liebe, als ich es jemals zuvor getan habe.

Anmerkung:

Zwischen der Veröffentlichung dieses Beitrags und dem Schreiben sind bewusst ein paar Tage vergangenen. Ich musste mir erst klar werden, ob ich diesen Text als Reiseblogger veröffentlichen kann und darf.

Liest du gerne jemanden, der zugibt, sich auch mal richtig auf Zuhause zu freuen? Könnte es undankbar ankommen, wenn ich sage, dass es Tage gibt, an denen mir das Reisen zu viel wird? So viele Fragen. Doch am Ende ist dieser Text genauso ein Teil meins Reiseherzes wie die Tatsache, dass ich schon wie eine Verrückte Zypern und Tropical Island Bilder ansehe. Denn das sind meine nächsten Reisestationen.

Die Welt ist eben nie nur schwarz oder weiß. Sie hat ebenso Grautöne wie leuchtende Regenbogenfarben und so nehme ich dich hier mit auf einen Text, der eine Momentaufnahme ist. So wie es eigentlich alle meine Texte sind. Vielleicht werde ich dieses Gefühl der Reiseunlust das ganze Jahr nicht mehr verspüren, vielleicht wird es mich jetzt häufiger begleiten. Wer weiß das schon so genau. Das Leben wird es zeigen …

Hattest du das Gefühl auch schon mal, dass es gut ist, nach Hause zu fahren und dass du jetzt erst mal eine Regenerationszeit Zuhause brauchst? Erzähl mir davon. Bitte! Dann fühle ich mich vielleicht nicht mehr so seltsam deswegen.

Disclaimer:

Keine meiner bisherigen Reisen in diesem Jahr war eine Reise basierend auf meiner Bloggertätigkeit. Alle Reisen waren privat von mir angeleiert oder beruflich und wurden von mir bzw. meinem Arbeitgeber meines 9 to 5 Jobs bezahlt. Lediglich in Südafrika hatte ich kleine Kooperationen, die aber erst nach Buchung der Flüge und der meisten Unterkünfte entstanden und die in meinen Berichten darüber gekennzeichnet sind.

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Hallo, ich bin Tanja, quasi das Herz von Reiseaufnahmen.de!

Reisen inspiriert und macht unsagbar glücklich. Wenn du wie ich einem Vollzeitjob nachgehst, weißt du wie selten, kostbar und wertvoll Reiseerfahrungen sein können.

Entdecke hier meine besten Reiseglückstipps sowie alles rund um traumhafte Kurz- und Fernziele. Ich verrate dir, wie du auch mit wenigen Urlaubstagen und ohne Sabbatical die Welt sehen kannst.

Ich freue mich, wenn du mich fortan auf meine Reisen begleitest ...

41 Kommentare

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  • Das ist doch vollkommen normal. Ich bin auch froh, dass ich nun nach drei Monaten in Südostasien einen Ort zum Bleiben hab. Das müsste nicht zwingend die Schweiz sein, aber die Ruhephasen brauche ich auch. Und ich reise viel langsamer als du.

    • Hallo Oli,

      verrückt, dann war ich bisher definitiv nicht normal. Ich kannte dieses Gefühl gar nicht. Statt dessen war ich immer voller stolz, wenn ich es gepackt habe, keinen Urlaubstag in Karlsruhe zu verbringen und zu reisen so viel wie geht :-) Ich genieße es jetzt einfach mal und schaue was passiert. Ich erinner mich an eine Kollegin, sie erzählte, dass sie in zwei Jahren, wenn beide in Rente sind, mal wieder reisen wollen, vorher ist es ihnen zu stressig. So lange ich noch bei zwei Reisen im Monat bin, ist wohl alles im humanen Bereich ;-)

      Danke für deinen Kommentar. Ich freu mich immer so, wenn ich von dir einen lese und irgendwann komme ich hoffentlich auch wieder mehr dazu auf anderen Blogs zu kommentieren. Vielleicht nutze ich mein Zuhause-Pfingsten dazu auch mal :-)

      Alles Liebe
      Tanja

  • Liebe Tanja
    Manchmal ist das so. Früher war das auch meine Credo: „Ich brauche das Reisen wie die Luft zum Atmen.“. Heute verschnaufe ich auch schon mal länger zwischen den Reisen und genieße Sommertage in der Hängematte auf der Terrasse. Warum denn auch nicht?! Man ist doch niemand Rechenschaft schuldig (ausser sich selbst). Viele Menschen machen ja ganz bewußt ein Hobby/eine Leidenschaft nicht zum Beruf, um das Schöne nicht mit „Leistungsdruck“ zu Verknüpfen.
    Das Leben ist das Leben und da verändern sich Umstände, Präferenzen, Du Dich selbst.
    Ein Altkluger Rat: Lass laufen! Wenn Du gerade Reise-Unlust hast … dann eben … versuch es positiv zu sehen … warte bis das Kribbeln wieder einsetzt und Du Dich auf den nächsten Trip freust.
    Alles Liebe und schöne Pfingsten – Diane

    • Hallo Diane,

      mit dem Beruf hast du so recht. Heute bin ich mir sicherer denn je, dass das Reisen bei mir ganz schnell eine leidenschaftslose Nummer werden würde, wenn es der Standard wäre. Das wäre dann wahrscheinlich ein bisschen so, wie wenn man auf einer Party nicht am Höhepunkt geht, sondern bleibt, bis alle müde oder besoffen sind und man sich fast einsam nach Hause schleppt, obwohl es eigentlich ein guter Abend war.

      Ein bisschen ist das Kribbeln zum Glück noch da und ich freu mich schon, wenn ich in einer Woche im Flieger nach Zypern sitze. Allein das Meer lockt halt schon sehr :-) Aber es ist schön, auch mal einen Reisekatalog durchzublättern, ohne das traurige, ich will da überall hin und kann nicht Gefühl.

      Hab du auch ganz tolle Pfingsten!

      Alles Liebe
      Tanja

  • Huch, irgendwie ist mein Kommentar verschwunden? Gut, dass ich ihn vor dem Abschicken nochmal in die Zwischenablage kopiert habe… ;)

    MIr geht das ganz ähnlich. Ich schaffe es nicht mal zwei Reisen im Monat aufrecht zu erhalten, dafür fehlt mir schlicht und ergreifend die Zeit und wenn ich sie doch reinquetsche, dann wird es nur zur Belastung. Ich bin momentan bei einer Reise im Monat angekommen (zzgl. beruflicher) und fühle mich damit recht wohl. Die anderen Wochenende brauche ich zum durchatmen, Freunde treffen und meine neue Stadt kennenlernen. Ich bin sonst auch schnell so mit Eindrücken überflutet, dass ich vieles Neue nicht mehr richtig schätze und die Eindrücke kaum noch verarbeiten kann.
    Ich kann daher deine Gedanken gut nachvollziehen und denke, man sollte es am Ende immer so handhaben, wie man sich selbst damit wohlfühlt. Letztendlich sollte unser Blog uns nicht zu etwas verpflichten, dann fühlt es sich schnell als Zwang und nicht als Freude an.
    Vielen Dank für den tollen Artikel.
    Liebe Grüße

    • Hallo Antje,

      jetzt war er doppelt, irgendwie hing das System wohl, hab den ersten gelöscht :-)

      Juhuu, ich freu mich voll, dass ich damit nicht alleine bin. Ich habe mich beim Schreiben und über das Gefühl nachdenken schon fast ein bisschen blöd und einsam gefühlt. Aber genauso wie du es beschreibst ist es. Ich will meine Freunde sehen, ich will daheim Kram erledigen und ich will einfach mal Ruhe haben.

      Danke, dass du deine Gedanken geteilt hast und schön, dass es ein Thema ist, das wider erwarten nicht nur mir so geht. Jetzt fühle ich mich schon besser! Auch, wenn ich dem völlig unbändigen Reisewahn fast ein bisschen hinterhertrauere :-)

      Alles Liebe
      Tanja

  • du bist mit dem Gedanken auf jeden Fall nicht allein, wenn ich drei oder vier Tage Sightseeing bei einem Städtetrip hiner mit habe freue ich mich auch auf ein paar ruhige Tage zu Hause
    ich schaffe es aber leider nicht so oft zu verreisen wie ich gern würde, Tagestrips versuche ich aber imme noch einzubauen um mal rauszukommen und bei lesen von Reiseblogs und Zeitschriften überkommt mich sehr oft starkes Fernweh.
    liebe grüße

    • Hallo Melli,

      stimmt, das auf Zuhause freuen hatte ich so wie von dir beschrieben vorher auch schon. Aber so krass wie dieses Mal war es noch nie. Dazu war das alte Fernwehherz immer zu stark :-)

      Dann drücke ich dir die Daumen für noch viele Reisen. Es wäre so schön, wenn jeder so viel reisen könnte, dass es genau richtig ist :-)

      Liebe Grüße
      Tanja

  • Hallo Tanja,

    diesen Reiseblues kenn ich auch. Auch wenn es nicht so aussieht, ich habe auch in diesem Jahr meine Reisen reduziert. Mein Plan sieht auch maximal zwei Reisen vor und vielleicht noch ein paar lokale Ausflugsziele hier vor Ort.

    Ich werde häufig auch gefragt, ob ich noch Freude am Reisen habe. Und ja, die hab ich. Gerade auch, weil ich im „normalen“ Job ja gar nicht unterwegs bin.

    Und doch gab es diesen Moment, ich glaub es war im November letzten Jahres – wo mir das alles mit dem Reisen und so über den Kopf gewachsen ist. Hier muss jeder sich einfach reflektieren und für sich entscheiden, was das beste ist.

    Ich bin gerne daheim – aber mir kribbelt es auch in den Fingern, wenn ich zu lange daheim bin. Was bei mir interessant ist – mich zieht es in diesem Jahr stark in die alte Heimat (Thüringen – Sachsen-Anhalt). Meine Familie freut es ;)

    Ich hoffe dennoch, das wir uns dieses Jahr noch mal sehen. Und ich finde es toll, das du das ansprichst. Find ich auch richtig – es gehört dazu!

    Gruss Janett

    • Hallo Janett,

      ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich beim Schreiben besonders oft an dich dachte. Gefühlt reist du deutlich mehr als zweimal im Monat :-) Ist wohl für Außenstehende so wie sich meine Kollegen immer fragen, ob ich mehr Urlaub hab als sie :-) Ich glaub, dass ich generell wenig antriebshummeln habe, nur, wenn es ums Reisen geht sind einige da und umso überraschter war ich wohl, als selbst die still wurden :-)

      Wenn das Reisen keinen Spaß mehr machen würde, wäre das zu schade. Mir macht es auch immer noch Spaß und ich freue mich auch auf Zypern (allein wegen dem Meer :-)), aber es ist wohl auch gut, seine Grenzen zu kennen.

      Ich würde mich auch sehr freuen, wenn wir uns dieses Jahr mal wieder sehen würden. Krakau mit dir zu erleben war sehr toll!

      Ganz lieben Dank für deinen Kommentar!

      Und du genieß die Heimat! Auch mal schön, wenn sich so etwas ergibt! :-) Ich mag den Osten aber auch sehr und im Juli gehts ja für mich auch nach Leipzig. Eine traumhafte Stadt.

      Viele liebe Grüße
      Tanja

      • Sieht so aus – stimmt. Dank meiner aktiven Autoren und einiger Latergrams sieht es tatsächlich aus, als wäre ich ständig unterwegs ;)

        Ich hab mal nachgeschaut, es waren bei mir 8 Reisen dieses Jahr – also eine Quote von 2x pro Monat ;). Davon nur eine wirklich weiter weg (Stockholm/Riga). Und zwei waren sogar nur eine Tagesübernachtung.

        Ich bin echt mal gespannt wo es so hingeht. Mit uns Reisebloggern. :)

  • Liebe Tanja,

    wieder mal ein offener und ehrlicher Artikel. Es ist immer wieder erfrischend zu lesen und ich denke, auch hier finden sich einige andere Blogger wieder. Ich möchte auch immer gerne ‚mehr‘. Aber das ‚zur Ruhe kommen‘ und ‚Eindrücke verarbeiten‘ bleibt häufig dabei auf der Strecke. Deshalb haben wir uns das Pfingstwochenende bewusst freigehalten, um einfach mal zur Ruhe zu kommen.

    Vielen Dank für diesen ehrlichen Artikel.

    Fühl dich gedrückt.
    Tanja

    • Liebe Tanja,

      danke! <3

      Wir sind an Pfingsten auch extra daheim geblieben. Eigentlich mit einer Latte an To Dos. Streichen, Garten und so. Jetzt machen wir heute ganz ruhig und genießen es sehr. Es ist so ein bisschen dieses Zeit- und Prioritäten-Dings, das im Beitrag auch mitschwingt, aber darauf noch eingehend, wäre ich wieder abgedriftet :-)

      Danke für deine sehr lieben Worte und einen dicker Drücker zurück.

      Habt ein tolles Pfingsten und genießt es!

      Alles Liebe
      Tanja

  • Hallo Tanja,

    ja, manchmal kenne ich das Gefühl. Zum Glück zur Zeit noch nicht oft, es reißt mich immer wieder raus und ich will los in die Ferne. Aber ich verlasse mich nicht darauf, dass ich in zwei oder drei Jahren immer noch so denke. Deshalb koste ich das jetzt voll aus, freue mich auf alles was kommt.

    Was ich aber wohl weiß: Ich brauche meinen Heimathafen und meinen Alltag, ganz bewusst auch die Zeit die ich nicht reise. Wenn Reisen mein Alltag wird würde es ja mein neues Hamsterrad werden :-) Aktuell leide ich eher an Fernweh als an Heimweh. Aber ich glaube, das kann auch schnell kippen.

    Danke für deinen ehrlichen Artikel und NATÜRLICH darf man so etwas als Reiseblogger schreiben. Gerade weil du keinem Zwang unterliegst, du musst hier niemandem verkaufen wir bunt die Welt ist und dass nur Reisen glücklich macht (vielleicht müsstest du das wenn du eben Reisen als Job hättest ;-))

    Liebe Grüße und ein erholsames Pfingst-Wochenende
    Anke

    • Hallo Anke,

      euch wünsche ich auch ein tolles, erholsames Pfingstwochenende.

      Gerade mit deinem letzten Abschnitt hast du etwas wahres gesagt. So schön, wenn der eigene Blog die volle Partyfläche sein darf, weil man keinen Zwängen unterworfen ist.

      Schon verrückt wie es jene Heimgesteuerten Fernwehgeplagten gibt und jene, die zwar auch das langsame Reisen brauchen, aber immerzu unterwegs sein können.

      Hoffen wir, dass das Gefühl bei uns nicht so oft um die Ecke kommt. Einerseits fand ich es auch mal ganz schön, allzu oft müsste ich es jetzt aber auch nicht haben :-)

      Alles Liebe
      Tanja

  • Liebe Tanja, zwei Reisen im Monat??? Kein Wunder, dass Dir das alles zu viel ist! Ich bin über jedes Wochenende froh, dass ich mal ohne Termine einfach zu Hause abhängen kann. Wir haben schließlich beide einen stressigen Fulltime-Job, da wäre es mir auf jeden Fall echt zu viel, jedes Wochenende unterwegs zu sein! Meine größeren Auszeiten rund viermal im Jahr brauche ich allerdings. Nach drei Monaten Arbeit merke ich einfach, dass ich einen Tapetenwechsel brauche und mal vom Schreibtisch weg muss. Daher: Du bist alles andere als unnormal, sondern Dein Körper und Geist fordern einfach dir Ruhe, die sie brauchen.

    • Hallo Sabine,

      wenn ich drei Monate daheim wäre würde ich ausrasten :-)

      Ich steuer mir mein Leben schon so, dass ich regelmäßig aus Karlsruhe weg komme. Nur habe ich eben jetzt auch mal gelernt, dass es auch für mich ein „zuviel“ gibt. Danke für deine lieben Worte. Ich erholde dieses Pfingsten. Sehr sogar!

      Alles Liebe
      Tanja

      • Nun, irgendwann will ich ja auch mal meine Freunde und Familie sehen, und das geht meist nur am Wochenende. Zusammen mit ein paar ruhigen Wochenenden zu Hause gehen die drei Monate somit eigentlich immer sehr schnell um :-) Die Zeitspanne ist aber auch äußeren Umständen geschuldet: Wir können ja immer nur in den Ferien weg.

        • Stimmt wahrscheinlich, dass das schnell umgeht, aber ich wäre es gar nicht mehr gewohnt, so dass es sich jetzt erst mal ganz schön lang anhört :-) Ich glaub mein längster Zeitraum war zuletzt zwei Monate im Winter. Die waren aber tatsächlich eher sogar erholsam :-)

  • Gerne zuhause zu sein ist doch super und überhaupt nicht schlimm. Gerade im Sommer bzw. bei gutem Wetter geht es mir auch so. Da ist es so schön hier, da muss ich gar nicht weg … und wenn doch, dann wird halt ein Ausflug gemacht.
    Sobald das Wetter aber nicht mitspielt fange ich sofort an irgendwas im Süden zu planen und zu suchen :)
    Wäre mal interessant, wie das wäre, wenn ich irgendwo wohnen würde, wo es keinen Winter gibt. Wahrscheinlich würde es mir irgendwann langweilig werden, so dass ich trotzdem wieder reisen würde.

    Liebe Grüße,
    Marc

    • Hallo Marc,

      oh ja, im Winter ist mein Fernweh auch immer viel größer und da bin ich auch viel mehr Zuhause, weil die Wärme soweit weg ist.

      Ich glaube auch, dass ich von warmen Orten genauso weg wollte, deshalb bleibe ich ja auch auf Reisen nie zu lange an einem Ort, weil das neue lockt.

      Liebe Grüße
      Tanja

  • Hallo meine Liebe,
    einen tollen und vor allem ehrlichen Text hast du da geschrieben!
    Ich verstehe deine Worte sehr gut und ich denke, jeder, der viel reist, kann deine Gefühle nachvollziehen. Niemand kann pausenlos durch die Weltgeschichte fliegen ohne sich zwischendurch kleine Auszeiten zu nehmen und auch Digitale Nomaden bauen sich ganz bewusst Ruhepausen ein, in denen sie an einem festen Ort bleiben, um zu arbeiten, zu ruhen, das Erlebte zu verarbeiten und zu reflektieren.
    Wer das nicht tut, leidet schnell unter einem (Reise-)Burnout!
    Für dich finde ich es besonders schön, dass du einen Ort gefunden hast, an dem du dich wohlfühlst und an dem du alt werden möchtest.
    Ich drücke dich feste und freue mich auf unser Wiedersehen im Juni :-*
    Julia

    • Hallo liebe Julia,

      ganz, ganz lieben Dank für deinen Kommentar.

      Noch schöner, dass du die erste Digitale Nomadin bist, die das nachvollziehen kann. Wie machst du das auf Schiffsreisen denn mit dem reflektieren?!

      Ich freue mich schon so, dass ich dir bald meinen Heimatglücksort zeigen kann, auch wenn ich fürchte, dass es ohne gestrichnenen Keller gehen muss :-(

      Liebste Grüße
      Tanja

  • Hallo Tanja,

    was für ein schöner und offener Beitrag!

    Ich finde das gar nicht verwerflich. Menschen und Wünsche ändern sich mit unserer Lebenssituation, mit unseren Beziehungen, mit dem Alter.

    Ich bin auch gerne unterwegs, habe aber -wie Du- auch einen Vollzeitjob, der mir Spaß macht. Undenkbar, dass ich da mehrmals im Monat verreise. Das würde mir gar keine Freude machen, sondern mich unter Druck setzen.

    Daheim ankommen im Sinne von gar nicht weg zu müssen ist was ganz Feines :-)

    Ich freue mich auf Deine weiteren Beiträge :-)

    Liebe Grüße

    Birgit

    • Hallo Birigit,

      ganz lieben Dank für deine lieben Worte. Ja, wahrscheinlich ist das angekommen sein Gefühl etwas das ich lange gesucht und nie gefunden haben, schon komisch, dass es sich jetzt eher erschreckend anfühlt, da es da ist.

      Mehrmals im Monat verreisen kommt vor allem dann gerne bei mir vor, wenn ich auch eine berufliche Reise dabei habe, dann geht das ganz schnell, das es so viele selbst angezettelte Reisen wie im Moment sind, hatte ich früher besser verteilt im Griff.

      Freu mich, dass du hier gerne liest :-)

      Alles Liebe
      Tanja

  • Hey Tanja,

    ein wirklich toller Post! :)
    Bei mir war es mal so: Nach 10 Jahren des ständigen unterwegs seins und leben in verschieden Städten, kam ich in München an. Hier verging mir die Lust am Reisen komplett, da es hier so schön ist und vor allem, weil die Sommer so toll waren. Aber auch die Winter in den Bergen. Ich dachte ich ließe mich nieder und Reisen würde keine Priorität mehr darstellen. Nach 2-3 Jahren ließ diese Euphorie allerdings nach und ich bin wieder genau so gerne unterwegs wie vorher gewesen. Man wird zwar älter, und damit verschieben sich auch die Bedürfnisse. Wenn ich mal richtig lange unterwegs bin, freue ich mich natürlich auch auf Zuhause. Aber ich denke man sollte immer nur ein bißchen abwarten, und schauen was so passiert, bevor man gleich denkt, das wars jetzt :)

    Freue mich auf deine nächsten Stories!

    • Hallo Matthias,

      ganz lieben Dank!

      Abwarten und schauen stimmt definitiv. Vieles ist ja immer ein Momentgefühl und das schlimmste an Blogs finde ich eigentlich, dass sie nur eine Zeitaufnahme sind. Manche Dinge ändern sich ja rasend schnell, gerade, wenn es so persönliche Texte sind.

      Danke auch für deine Geschichte. Schon spannend wie das komplett weg sein kann und dann wieder mit voller Wucht kommt. Die verrückte Faszination des Reisens :-)

      Alles Liebe
      Tanja

  • Liebe Tanja,
    ich kann das voll und ganz nachvollziehen. Letztes Jahr habe ich auch ein eher ruhiges Reisejahr eingelegt, keine Fernziele, dafür 2x ganz relaxte Aufenthalte in Dänemark. Und die waren wirklich zum runterkommen. Natürlich habe ich mir auch ein bisschen was angeschaut, aber viel Zeit blieb auch, um einfach am Strand spazieren zu gehen oder auch mal mit dem Laptop auf der Couch im Ferienhäuschen rumzugammeln. Ich kann Dir sagen, ich war dermaßen entspannt hinterher! Und dieses Jahr bin ich dafür wieder deutlich reiselustiger ;-)
    Ich muss aber auch zugeben, dass ich mir öfter mal Auszeiten am Wochenende rausnehme und das dann zu Hause verbringe, ohne jegliche Verpflichtungen und Termine. Gerade wenn ich im Job die ganze Woche unterwegs bin (wenn auch nur im Büro und nicht auf Geschäftsreise) und ich abends oft nur noch müde vor den Fernseher robbe. Ich glaube, Körper und Seele fordern diese Ruhepausen einfach ab und an ein. Wenn es wieder passt, kann man dann wieder umso energiegeladener die Welt entdecken…
    Ganz liebe Grüße,
    Marion

    • Hallo Marion,

      ich hatte letztes Jahr auch keine Fernreise und war nur in Europa unterwegs. Allerdings hatte ich schon lange keinen richtig ruhigen Urlaub mehr. Allerdings gönne ich mir auf langen Reisen – wie in Südafrika – auch mal einen Nachmittag nix zu tun, die weiteren Tage zu planen, zu lesen, zu schlafen oder zu surfen :-)

      Wahrscheinlich hat man diese Phasen wirklich und kann wohl von Glück reden, wenn man die Stimme hört, die zu einem spricht.

      Irgendwie ist es ja aber auch paradox, denn ich bin mir sicher, würde ich nicht in den nächsten drei Wochen noch zwei Mal wegfahren, dann hätte ich den Gedanken so ausgeprägt nicht gehabt. Das ist wohl auch immer eine Mixtur der Umstände.

      Schön, dass du dieses Jahr so energiegeladen die Welt entdeckst. Freu mich auf all die Geschichten, die dabei entstehen!

      Liebe Grüße
      Tanja

  • Hallo Tanja,

    ich kann das absolut nachvollziehen, was Du schreibst! Morgen ist es genau fünf Monate her, dass ich von meiner letzten, viermonatigen Indienreise zurück bin in München. Und so langsam spüre ich wieder die Unruhe. Ich weiß, dass ich irgendwann dieses Jahr wieder los muss, für länger. Aber ich weiß auch, dass ich immer wieder hier nach München in meine geliebte Dachwohnung zurückkehren werde. Manchmal fühlt es sich auch nicht nach Reisen an, das hatte ich auch schon öfters. Und bei meinen mehrmonatigen Reisen brauche ich es auch, einfach mal länger an einem Ort zu bleiben, eine Wochen, zwei Wochen, und da kein Touristenprogramm zu machen, sondern einfach dazu sein.

    Liebe Grüße aus München,
    Alexandra

    • Hallo Alexandra,

      auch spannend, dass du die Phasen der längeren Abwesenheit mit der längeren Phase Zuhause durchlebst. Bei mir ist es ja eher Kurztripps, die viel Alltag ständig unterbrechen.

      In einer Fremde einfach nur da zu sein, das wünsche ich mir auch eines Tages, andererseits weiß ich gar nicht, ob ich es überhaupt könnte. Bisher trieb es mich in der Fremde immer ständig weiter …

      Alles Liebe nach München und ich bin gespannt wo die nächste lange Reise hinführt!
      Tanja

  • Hallo Tanja,

    oh ja ich kenne das! Ich mache auch kein Urlaub, in dem ich nicht unterwegs bin. Ist mir einfach zu schade, auch wenn ich mich mal danach sehnen würde 2 Wochen zuhause nichts zu tun aber dazu kann ich mich nicht überwinden. In 20 Tagen fliege ich für 3 Wochen in die Südstaaten. Vor 2 h habe ich im September 3 Wochen Cali gebucht. Das erfüllt mich so unheimlich mit Glück. Oft habe ich aber am Tag vor der Abreise das Gefühl, dass ich mein Zuhause gar nicht verlassen möchte, weil ich sooo gerne zuhause bin. Ich könnte auch einfach nur mal 1-2 Wochenenden komplett zuhause sein, ohne das Haus überhaupt zu verlassen. Manchmal ist mir sogar Karlsruhe zu weit weg. :D Dennoch trage ich ein dauerhaftes Fernweh in mir. Seltsam!

    Ich würde aber sagen das es einfach nur heißt, dass du inzwischen in deinem Leben angekommen bist, in eurem Eigentum in eurem Dörfchen. :)

    Grüße Nadine

    • Hallo Nadine,

      hach, wir Dörflebewohner. Wir genießen es, aber trotzdem wollen wir keine Urlaubstage dafür opfern. Hadere gerade auch noch mit mir, ob ich den Brückentag nehme, aber wohl eher nicht. Einfach zu Urlaubsgeizig dazu ;-) Karlsruhe kann aber auch weit weg sein! Das kenne ich zu gut ;-) Ich brauche auch die Zuhausetage sonst würde ich durchdrehen. Ich hab neulich einen Bericht über Sonntage gelesen, der war super. Von wegen wir hätten gerne einen zweiten Samstag sollten aber doch dankbar sein, dass es einen Sonntag gibt. Das fand ich sehr wahr!

      Südstaaten und Californien?! Wie geil! Das werden bestimmt traumhafte Reisen wieder.

      Bis bald mal wieder!

      Alles Liebe
      Tanja

  • Hej Tanja
    Habe den Artikel sehr gespannt gelesen und mich manchmal darin wieder gefunden. Ich glaube, Reisen werden erst zu Reisen, weil wir neue Sachen entdecken und weg von unserer Homebase sind.
    Manchmal freue ich mich ebenfalls einfach mit der Familie und Freunden in der Heimat zu chillen. Das dauert aber nicht lange und ich erwische mich wieder auf einem Reiseportal.
    Hauptsache ist: Mach das, was dir Spass macht im Leben. Auch wenns mal eine Auszeit von Reisen ist.
    Grüsse, Igor

    • Hallo Igor,

      so habe ich das noch gar nicht gesehen. Das eine Reise, wenn man dauerhaft wo ist, auch nicht mehr so viel mit einer Reise hat.

      Ich habe bei dem Wetter heute auch schon wieder auf einem Reiseportal gesurft. Ist echt verzwickt mit dem Zuhause und Unterwegs sein. Irgendwie lebe ich vielleicht auch in einer Zwischenwelt ;)

      Mögen wir noch ganz viel Spaß in unserem Leben haben und danke für deinen Kommentar!

      Alles Liebe
      Tanja

  • Hi Tanja,

    witzig, einen ähnlichen Artikel habe ich bei mir im Entwirf liegen. Da will ich nach unserer aktuellen Kanada-Reise noch die letzten Feinheiten machen und eben das nach Hause kommen als schönen Teil einer Reise beschreiben.

    Dauerreisen, das könnte ich mir niemals vorstellen. Dafür verbindet mich viel zu viel mit der Heimat. Job, Familie, Freunde, Hobbies und ganz besonders unsere Tiere. Diese würde ich niemals im Stich lassen.

    Übrigens, ich finde es überhaupt nicht schlimm, als Reiseblogger zu schreiben, dass man auch gerne zu Hause ist. Das ist für mich glaubwürdiger, als von Dauerreisenden zu lesen, dass bei denen immer alles perkekt, rosarot und ultimativ ist.

    LG Thomas

    • Hallo Thomas,

      schön, dass es da noch jemand so geht. Tiere sind etwas ganz wunderbares, um einen Daheim zu erden.

      So Texte sind für mich immer eine Grauzone. Auf der einen Seite lese ich sie selbst gerne, auf der anderen Seite möchte ich keinesfalls als Jamerer oder so rüberkommen, sondern einfach nur Gefühle spiegeln und das empfinde ich nicht immer als leichte Kunst :-)

      Ich bin schon gespannt auf deinen Artikel.

      Alles Liebe
      Tanja

  • Liebe Tanja,
    das hast du so schön geschrieben und ich hab es jetzt schon zum dritten Mal gelesen, jetzt wird es endlich Zeit für einen Kommentar.
    Ich kann manche Zeilen richtig gut nachfühlen. Ok, ich reise nicht soo viel wie du, aber es war eigentlich immer meine liebste Beschäftigung Reisen zu recherchieren und den nächsten Urlaub zu planen. Seit einiger Zeit ist da einfach die Luft raus. Das kenne ich nicht von mir, aber irgendwie ist es auch ok, weil dann andere Dinge in den Vordergrund rücken, die bisher vielleicht noch nicht so Thema waren…
    Mit jeder Reise lernen wir die Welt ein bisschen besser kennen und das eigene zu Hause etwas mehr schätzen, oder?
    LG
    Annika

    • Hallo Annika,

      oh wie lieb von dir. Schon krass, dass sich das so ändern kann. Ich dachte ja beim Veröffentlichen das ich damit alleine bin und bin immer wieder verwundert wie viele Menschen sich in solchen Beiträgen dann plötzlich wiedererkennen.

      Auf das Zuhause!

      Alles Liebe
      Tanja

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