Welcher Reisetyp bist du? Lifestyle Genießer oder Weltentdecker?

Laterne_Sansibar

Wie definierst du dich und deine Reisen? Wann macht das Reisen dich glücklich? Das Glück unserer heutigen Zeit ist ja, dass wir stets bemüht sind, glücklich zu sein. Doch wann sind wir glücklich? Wann bin ich glücklich? Wann bist du glücklich? Erfüllt es dich immer auf Reisen zu sein? Welchen Komfort benötigst du dabei? Oder sitzt du im Sommer lieber auf der Terrasse deines Einfamilienhauses und genießt dort deinen Jahresurlaub statt unterwegs? Das wirklich ultimative Glückskonzept gibt es nicht, aber was für eine Rolle spielt es dafür, was für Reisetypen wir sind?

1. Der Lifestyle Reisende

Wie viel Zuhause benötigst du? Liebst du es, dich wohnlich einzurichten, zu kochen und Gäste einzuladen sowie im Sommer auf deinem Liegestuhl im Garten zu liegen? Wenn ja, dann sei glücklich. Denn wer sich zu Hause wohl fühlt, muss nicht reisen, um aus seinem Alltag zu fliehen, sondern ergänzt und bereichert sein Dasein durch seine Reisen. Meist ist der Glückspegel von alleine relativ hoch und das Reisen ist das Sahnehäubchen auf dem Kuchenstück.

2. Der Sehnsuchtsreisende

Du bist Zuhause unruhig und wünschst dir oft woanders zu sein? Gleichzeitig kannst du nicht loslassen und nicht aus deinem Alltag raus? Oft sprechen finanzielle und andere Gründe dagegen seine Wünsche zu realisieren. Auf Reisen bist du aber ganz anders: frei, glücklich und unbeschwert. Dann bleibt nur eins. Suche dir ein Hobby, dass du mit deinem Reiseglück verbinden kannst. Führe Touris durch deine Stadt. Schreib einen Blog. Mach Fotobücher, biete anderen an Reisefotobücher für sie zu übernehmen. Nimm an einem Fotokurs teil und versuche deine Fotoqualitäten zu verbessern. Helfe anderen bei der Reiseplanung etc. Vielleicht lässt sich das ein oder andere sogar monetarisieren und du kannst mal auf eine größere und längere Reise gehen. Zumindest kannst du dich durch Reisenahe Hobbys ein bisschen vom Fernweh kurieren.

3. Der Weltreisende

Du hängst an deinem Besitz, hast dich gedanklich aber eigentlich schon von deinem Alltag verabschiedet? Du gehst deinem täglichen Tun ohne Elan nach, aber in deinem Kopf schwirren Ideen, die du umsetzen möchtest? Du merkst, dass du unterwegs dein größtes Potential ausschöpfst? Dann geh raus aus deiner Komfortzone. Schließe dich den Digitalen Nomaden – oder jemand anderem der zu dir passt – an und verbessere dein Leben. Viel Glück!

Wer bist du?

Dazwischen gibt es noch viele andere Varianten, die wahrscheinlich eine ganze Blogserie hergeben würden. Und würde ich Reiseblogger nach Reisetypen fragen, würde wahrscheinlich jedem mindestens ein Typ einfallen. Doch wichtig ist erst mal zu erkennen, dass Reisen alleine nicht immer nur glücklich machen kann und muss. Dass das Digitale Nomadentum auch seine Schattenseiten hat, vor allem, wenn man als Reiseblogger ständig sein Ziel ändert, zeigte neulich Patrick von 101places auf. Gleichzeitig kann es für Heimkehrer schwer werden, wie du in diesem Beitrag von Modern Hippie nachlesen kannst. Und immer wieder wirst du Blogger finden, die sich durch einen Start einer großen, langen Reise gerade selbst verwirklichen wie Bravebird.

Schnellcheck: Wo stehst du?

Die wichtigsten Fragen, die du dir stellen solltest findest du hier:

  • Bist du Zuhause glücklich? Immer?
  • Warum bist du auf Reisen glücklich?
  • Wann beginnt das Heimweh und wie geht es dir, wenn du von einer Reise heim kommst?
  • Wie verbringst du deine Zeit zwischen den Reisen?
  • Entdeckst du im Urlaub deine Umgebung oder liegst du lieber in der Hängematte und erholst dich?
  • Was sagen deine Freunde?
  • Kriegst du Sehnsucht, wenn du von anderen Weltreisen liest?
  • Was passiert, wenn du dir vorstellst, dass du auf Weltreise gehst?
  • Wie willst du leben? In einem kleinen Zimmer mit Besitz, der sich gut einlagern lässt oder in einem großen Haus mit allem Kram von Billiardtisch bis Grillterasse? Wie gut lassen sich deine Wünsche diesbezüglich verwirklichen?
Wo stehe ich heute?

Ich habe mich lange gefragt, wo ich mich einordnen würde. Unter fünf Reisen im Jahr fühle ich mich unglücklich. Mein Entdeckerdrang schickt mich immer wieder raus, die Welt zu entdecken. Doch gleichzeitig merke ich, wie ich im Alltag endlich angekommen bin. Ich habe mit meinem Blog ein Hobby, das mich erfüllt. Ich liege gerne mit meinen Katzen auf der Couch und ich habe einen Dasein – von Beruf über Freizeit – das ich sehr zu schätzen weiß.

Bin ich ein verkappter Digitaler Nomade?

Gleichzeitig hat mich im Frühjahr die Digitale Nomadenkonferenz sehr verunsichert. Bin ich wirklich glücklich? Wäre es nicht schöner auch ein Digitaler Nomade zu sein und die Welt zu erkunden und von überall aus arbeiten zu können? Wäre ich nicht glücklicher, wenn ich die deutschen Wintermonate hinter mir lassen könnte, um in wärmeren Gefilden meinem To Dos nachzugehen? Wie wäre es, wenn ich nicht für andere, sondern für mich arbeiten würde? Bleibe ich nicht nur, in meinem Alltag, weil ich Angst habe, weil es bequem ist und weil es so gelernt ist? Ich habe mich in den letzten Wochen und Monaten oft damit auseinandergesetzt und darüber sinniert, wo ich nun als gerne Reisende hingehöre.

Reisen macht mich AUCH glücklich

Reisen sind für mich die schönsten Tage des Jahres. Doch genauso bin ich auch glücklich, wenn ich Zuhause bin. Nur eben anders. Was gefehlt hat, war ein Hobby, mit dem ich das Reisen verbinden kann. Bis vor kurzem war es so, dass ich direkt beim Heimkommen, eine neue Reise buchen musste, um diese zu planen und mich vorzufreuen. Seit ich diesen Blog habe, komme ich vor lauter To Dos nicht mehr hinterher. Alles ist viel anspruchsvoller als ich dachte. Jetzt frage ich mich eben nicht mehr nur, wo geht die nächste Reise hin, sondern setze mich mit dem Reisen auseinander. Frage mich, was für meine Leser interessant sein kann, welche Aspekte des Reisens es gibt. Und verarbeite meine Reisen und Ausflüge. Gleichzeitig überlege ich zum Beispiel aber auch, wo ich mir eine schöne Blogecke einrichten kann, um noch kreativer und besser meinen Blog zu befüllen. Außerdem kann ich so, das Urlaubs- und Erholungsfeeling nach Hause holen und in meinem Urlaub mehr reisen und meinem Entdeckerdrang nachkommen. Reisen wird immer ein zentraler Aspekt meines Daseins sein, aber es bestimmt mich nicht und das ist auch gut so.

Wo siehst du dich? Was hast du mit deinen Reisen noch vor? Was stellt das Reisen mit deinem Charakter und deinem Alltag an?

 

10 Kommentare

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  • Ein interessanter Bericht, der zum Nachdenken anregt!
    Ich weiß gerade gar nicht so richtig wo ich mich einordnen soll.
    Es ist wohl eine Mischung aus zwei und drei!
    Ich hatte auch schon Zeiten, da war es die eins. Aber seit meiner Weltreise ist es dann doch eher eine Mischung von zwei und drei.
    Vielleicht liegt es auch am Job, der mich gerade nicht wirklich glücklich macht.
    Was immer es ist, die nächste längere Reise ist in Planung.
    Denn ohne „Unterwegs Sein“ kann ich nicht.
    Grüße
    Steffi

  • Hallo Steffi,

    danke für deinen Kommentar. Wenn du zwischen zwei und drei stehst ist es ja perfekt, dass deine Reise schon vor der Tür steht. Ich wünsche dir eine ganz tolle selbige. Voller Momente, die dich inspirieren und bewegen.

    Alles Liebe,
    Tanja

  • Liebe Tanja,
    das ist ein toller Artikel. Es hilft unheimlich wenn man erstmal sich selbst kennenlernt und fragt: was macht mich glücklich? Dann erst können wir entscheiden ob und wie wir unser Leben selbst in die Hand nehmen und besser machen können. Ich habe mich zu 100% in Nr 2 wiedergefunden. Ich liebe das Reisen und bin schon am Ende des Urlaubs traurig und plane direkt die nächste Reise. Aber zu Hause ist es auch schön und mit einem Blog kann man prima Reiseerfahrungen weitergeben und so immer wieder an den Reiseerinnerungen zehren.
    GLG Annika

    • Hallo Annika,

      danke für deinen Kommentar und das Kompliment. Da geht es mir völlig wie dir. Schön, dass wir dieses Hobby gefunden haben, das gleichzeitig den Kontakt zu so vielen netten Menschen fördert :-)

      Viele liebe Grüße
      Tanja

  • Ich bin wohl auch eine Mischung aus Punkt 2 und 3 mit Schwerpunkt auf 2, denn ich bin mir nicht sicher, ob ich auch den Mut aufbringen könnte, zum Weltreisenden beziehungsweise digitalen Nomaden zu werden. Meine Reisen beschränkten sich früher auf die typischen Pauschalurlaube, die ich dann aber irgendwann nur noch langweilig fand. Mittlerweile bin ich zu kurzen Städtereisen umgeschwenkt, was ich sehr spannend finde, weil man so viel mehr erlebt. Ich kenne es aber aus dem Freundeskreis auch so, dass in letzter Zeit einige zu Backpacker Touren aufgebrochen sind und ich denke, dass dies wohl das nächste Level für mich wäre, das ich ausprobiere, wenn ich geeignete Reisepartner habe.

    • Hallo Reiner,

      oh ja, Städtetouren sind wirklich auch was tolles. Die mag ich auch sehr! Hoffe, dass sich die Backpackertour für dich bald realisieren lässt. Berichte mal, wie es dir gefallen hat.

      Viele liebe Grüße,
      Tanja

  • Mein Reisefieber hat sich aus der Fotografie entwickelt, also aus der Suche nach Motiven. Die Zeit zu Hause halte ich für unersetzlich. Nur dort finde ich die nötige Ruhe für die Nachbearbeitung der Bilder und der Verarbeitung des Erlebten im Blog. Obwohl ich schon unterwegs mit den Blogartikeln anfange und die Bilder vorsortiere, geht doch nichts über die langen Abende im heimischen Büro in der man die Tour in den Bildern nochmal erlebt.
    Und wenn ich mal keine Lust auf die letzte Tour haben, fange ich einfach mit der Planung der nächsten an.
    Die Fotografie bietet daneben den großen Vorteil, daß auch spontane kleine Tagestouren durch die lokalen Wälder ein Erlebnis werden können und ich damit oft schon mein Fernweh ein wenig befriedigen kann.
    Schlußendlich denke ich daher, daß ich wohl am ehesten zu Gruppe 2 gehöre…

    • Hallo Frank,

      so gehts mir mit meinem Reiseblog. Jede Geschichte und Erzählung, die entsteht, ist eine Reise auf die ich mich in meinem Kopf noch einmal begeben darf. Ein wunderbares Gefühl.

      Ich wünsche dir noch viele, viele tolle Reisemotive und wundervolle Fotoerlebnismomente zu Hause.

      Viele Grüße,
      Tanja

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