Lissabon Sehenswürdigkeiten: Eine Stadt, die gerne zitiert

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Wer sich bei Lissabons Sehenswürdigkeiten hin und wieder an andere berühmte Städte erinnert fühlt, der braucht nicht verwundert sein. Am meisten Ähnlichkeit hat die Stadt am Fluss Tejo dank der Ponte de 25 Abril und der hügeligen Lage mit San Francisco. Es geht genauso bergauf und bergab wie bei dem amerikanischen Pendant und Lissabons Brücke ist fast so beeindruckend wie die berühmte Golden Gate Bridge. Die Farbe des Anstrichs beider Brücken ist nahezu identisch. Die Unterschiede sind eher in den Details zu finden:

Die Golden Gate Bridge, San Franciscos Sehenswürdigkeit

Von wo man sich ihr auch nähert, zeigt sie sich stets gelassen und entspannt. Einladend sie zu passieren und zu überqueren oder einfach ihren orangenen Schein zu bewundern. Ob man sich für einen Besuch auf einem der Aussichtsplätze zur Brücke oder für eine Überquerung im Auto oder gar zu Fuß entscheidet. Zu einem San Francisco Besuch gehört sie einfach zu den Must-Dos auf jeder Sightseeing-Liste. Dabei ist sie launisch und kann sich genauso im Nebel verstecken wie im Sonnenschein golden glänzen. Sie ist 1937 eröffnet worden und inklusive Zufahrt insgesamt 2.737 Meter lang. Ihre zwei 227 Meter hohen Pylone mit Querstreben-Optik geben ihr ihren Look. Jeden Tag fahren 120.000 Fahrzeuge über die Brücke.

Die Ponte de 25 Abril, Lissabons Sehenswürdkeit

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Das auch sie sich diesig und unlustig verstecken kann, steht in keinem Reiseführer. Ist aber so, ich habe es gesehen und kann euch deshalb nur so la la Bilder liefern. Im Vergleich der beiden Brücken zieht sie das kürzere Los. Kleiner, weniger berühmt, weniger Aussichtsplätze für tolle Fotos und irgendwie mehr im Abseits. Lissabon hat so viel zu bieten und andere charmante Highlights, dass sie zwar berühmt für den Verwechslungscharakter ist, aber irgendwie in den Hintergrund tritt. Und dennoch beeindruckend, wenn man das Glück hat im Sonnenschein beim Anflug auf die Stadt darüber zu fliegen, ihr verbindendes Element zu spüren und zu sehen wie zauberhaft sie sich über den Tejo spannt. Sie ist 1966 eröffnet worden und inklusive Zufahrt insgesamt 2.276 Meter lang. Ihre zwei 190 Meter hohen Pylone mit kreuzenden Riegeln sind das eigentliche Unterscheidungsmerkmal zur oft verglichenen Schwester im Geiste in San Francisco. Jeden Tag fahren 150.000 Fahrzeuge über die Brücke.

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Pariser Chic

Doch nicht nur San Francisco finden wir wieder, auch Paris wird liebevoll zitiert. Wer kennt ihn nicht, den berühmten Arc de Triumphe. Auch in Lissabon finde ich einen Triumphbogen. Hier mal Beide im Vergleich.

Der Arc de Triomphe, Pariser Sehenswürdigkeit

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Auf einer Insel in einem Kreisverkehr – genau genommen dem Place Charles-de-Gaulle – steht er triumphierend da. Hier endet oder beginnt – je nachdem woher man kommt – die Prachtstraße Champs-Élysées. Der Anblick ist irgendwie mächtig und kaum ohne Touristen zu haben, ist der Arc de Triomphe doch als eines der Pariser Wahrzeichen so gut wie immer umlagert. Wer sich ihm nähern und ihn gar tiefer kennen lernen will, der muss erst mal abtauchen. Denn unter der befahrenen und belebten Straße führt eine Unterführung zu dem berühmten Denkmal. Dort kann der geneigte Tourist eintauchen und für 9,50 Euro (Stand April 2014 pro Erwachsener) Eintritt ins Innere gelangen, um dort empor zu steigen und auf Paris herabzublicken. Ach zu den Fakten, fertiggestellt wurde der Arc de Triomphe 1836. Dabei misst er eine Höhe von 49,54 Metern, bei einer Breite von 44,82 Metern.

Der Arco da Rua Augusta, Lissabons Sehenswürdigkeit

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Dieser lädt vom Praça do Comércio ein, das Stadtzentrum zu besuchen, landet man passierend doch direkt in der namensgebenden Rua Augusta, die durch Souvenir- und Bäckergeschäfte glänzt. Umgekehrt von der Stadt kommend schenkt der Triumphbogen einen ersten Blick auf selbigen Platz mit dem dahinterliegenden Tejo. Wem die Miradores nicht reichen, der kann im Triumphbogen ebenfalls die Aussicht auf die Stadt genießen. Das ist übrigens ganz bequem mit dem Fahrstuhl möglich (bis auf die obersten zwei Stockwerke) und erst seit September 2013 möglich. Dabei ist es deutlich günstiger als in Paris (2,50 Euro, Stand April 2014 pro Erwachsener). Die Sanierung dieser Touristenattraktion hat das Fremdenverkehrsbüro Turismo de Lisboa rund 950.000 Euro gekostet. Der Arco da Rua Augusta stammt übrigens aus dem Jahr 1875.

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Christusstatuen

Breite, offene Arme und eine Besucherplattform mit wohl tollen Ausblicken. Beides haben die Christusstatuen Christo Rei in Lissabon und Cristo Redentor in Rio de Janeiro gemeinsam. Da ich weder Zeit für die Lissabonner Statue hatte, noch je in Brasilien war, halte ich mich hier mit der Beschreibung zurück.

Du möchtest mehr über Lissabon lesen und erfahren? Hier meine weiteren Beiträge zu dieser tollen Stadt:

  1. Urlaub Lissabon: Unter 200 Euro ein perfektes Wochenende
  2. Wie ich in Lissabon zum Fliesen Fan wurde
  3. Vorweihnachtszeit in Lissabon
  4. Altstadt Lissabon – mit dem Aufzug auf Erkundungstour
  5. Lissabon Urlaub: Wenig Budget, viel Erlebnis
  6. Essen und Trinken in Lissabon

Warst du auch schon einmal in Lissabon und dir kam manches bekannt vor? Welche Zitate anderer Städte sind dir in Lissabon begegnet? Hast du das gefühl des zitierens von Sehenswürdigkeiten schon bei anderen Reisezielen gehabt?

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