Neujahrsvorsätze einer Bloggerin

Reiseaufnahmen in Koblenz

In wenigen Monaten gibt es diese kleine Oase im Netz schon vier Jahre. Reiseaufnahmen ist mein Zuhause. Meine Zuflucht für das Chaos in meinem Kopf. Manchmal aber auch der Ort vor dem ich fliehe, weil mir alles was so ein Blog mit sich bringt zu viel ist, weil ich in meiner Freizeit nach achtstunden Tagen im Büro wieder am PC sitze, statt mich auf der Couch zu erholen, statt raus zu gehen und Beziehungen zu pflegen oder statt einfach Momente zu erleben. In diesem Jahr drehen sich meine Neujahresvorsätze um diese Existenz im Netz, die ich nicht mehr missen wollte, obwohl ich sie manchmal ziemlich vernachlässige. Gleichzeitig möchte ich aber auch meine Bedürfnisse mehr in den Fokus stellen.

Mehr Reisen planen

Im vergangenen Jahr war ich häufig Teil von Pressereisen. Sie sind wundervoll, weil ich andere Schreiber kennen lernen darf und vor allem, weil sie im Vorfeld wenig Aufwand bedeuten. Zum festgelegten Abreise-Zeitpunkt muss ich einfach nur bereit sein mitzureisen, jemand anderes kümmert sich um das Programm und ich habe hinter so vieles von dem ich hier erzählen kann. Das Konzept finde ich großartig und ich habe keine Ahnung, warum manche Blogger das nicht mögen. Oft wird kritisiert, dass man mit Land und Leuten nicht so gut in Austausch käme, aber ich muss gestehen, dass ich individuell auf meiner Art zu Reisen auch nicht mehr Kontakt habe. Vielleicht ist es auf Pressereisen sogar mehr, weil oft begleitende Menschen gebucht werden, um mir ihr Ziel nahe zu bringen.

Dennoch gibt es etwas, dass ich bei dieser Art zu Reisen manchmal vermisse. Nämlich selbst zu planen und dabei durch Blogbeiträge und Reiseberichte anderer zu stöbern und zu überlegen was ich von dieser Reise erwarte und sehen möchte. Denn gehe ich auf eine organisierte Reise mit, lese ich im Vorfeld wenig bei anderen, was es zu sehen gibt. Schließlich habe ich auf das Programm kaum Einfluss und zu viele Reisen kann ich neben einem Vollzeitjob gar nicht selbst planen, wenn ich hinterher auch noch von ihnen erzählen möchte.

Plane ich eine Reise selbst, bleibt mir gar nichts anderes, als mich im Vorfeld umfassend zu informieren, schließlich will ich eine tolle Reise erleben und diese lebt in meinen Augen, vor allem wenn man wenig Zeit hat, von einer guten Vorbereitung. 2018 möchte ich meine Planung vor allem Inseln widmen, welchen, das verrate ich bald. Reiseberichte zu Pressereisen – sofern ich wieder eingeladen werde – wird es natürlich ebenfalls weiter geben. Allein, weil sie mir so viel Arbeit abnehmen und ich bisher fast nur positive Erlebnisse auf solchen Reisen hatte.

Tanja und Reiseaufnahmen folgen

Am meisten beschäftigt mich, was sich im vergangenen Jahr eingeschlichen hat. Ich bin immer weniger bereit, mich und meine Person in das öffentliche Interesse zu stellen. Verstehe mich nicht falsch, schreiben und meine Gedanken erzählen und den Austausch suchen, das möchte ich weiterhin. Aber ich möchte derzeit nicht meinen ganzen Tag in Instastorys ausbreiten und mich schlecht fühlen, wenn zu wenige zuschauen oder reagieren. Ich möchte nicht im Urlaub Streit mit meinem Partner, weil er nicht das perfekte Social-Bild fotografiert, das doch ach so wichtig ist, um auf Instagram und Co. erfolgreich zu sein.

Gleichzeitig wünsche ich mir mehr Echtheit. Will wieder mehr auf den sozialen Kanälen das echte Leben sehen und nicht ein Instagram, das versucht mitzuhalten, mit den Hochglanzmagazinen dieser Welt. Bei mir hat all das dazu geführt, dass ich auf Instagram so gut wie gar nichts mehr veröffentlicht habe. Eine Lösung, die mich sehr unglücklich macht. Denn mir fehlt das Bildertagebuch. Ein bestnine war für mich 2017 nicht drin, weil ich einfach zu wenig dort geteilt habe.

Balance: Ich und Reiseaufnahmen

Ich bin Reiseaufnahmen. Aber ich bin auch Tanja.

Tanja: Ich möchte auf der Couch liegen und Mittagsschläfchen machen und Netflix schauen. Ich möchte mich weiterbilden und mehr lernen. Ich möchte kochen und für mich sorgen. Ich möchte arbeiten und mich über die normale Arbeit hinaus engagieren. Ich möchte kein schlechtes Gewissen, weil Haushalt und Papierkram immer auf morgen geschoben werden.

Reiseaufnahmen: Ich möchte technische Defizite von Reiseaufnahmen in den Griff bekommen. Ich möchte wieder eine Zuverlässigkeit an Texten auf Reiseaufnahmen. Ich möchte meine Social Kanäle regelmäßig befüllen. Ich möchte auf Kommentare immer schnell antworten. Ich möchte bei anderen kommentieren und nicht immer nur still lesen.

Es gibt so vieles, dass mich erfüllt oder dass das Leben von mir erwartet und doch ist die Zeit begrenzt. Ich muss eine Balance zwischen der Tanja außerhalb von Reiseaufnahmen finden und der Tanja, die Reiseaufnahmen ist. Als der Blog neu war, gelang mir das sehr gut. Die letzten beiden Jahre bin ich unzufrieden damit und hoffe, dass es in 2018 wieder besser wird.

 

Blog als Blog führen

Es gibt ein Spagat, der mich gedanklich seit mehr als einem Jahr fesselt und nicht mehr loslässt. Bloggen ist ein Geschäft geworden, das Folgendes bedeutet, wenn man erfolgreich sein möchte: der Blog sollte bitte einen klaren Fokus haben (je nischiger desto besser), hilfreichen Content erstellen und SEO optimierte Texte schreiben. Das ergibt alles einen Sinn, aber dann ist es eben auch eine Arbeit, die einen genauso einschränkt wie es wohl die meisten Lohn-Brot-Jobs tun. Ist es dann wirklich noch ein Blog oder schon eher ein Magazin, das online veröffentlich wird?

Wo ist das Tagebuch geblieben? Wo bleibt die Seele, die entsteht, wenn eben Gedanken und Persönlichkeit im Fokus stehen, statt des Contents, der dem durchkonzipierten Publishing-Modell unterliegt? Gleichzeitig ertrinken wir im Netz in einer so großen Vielzahl an Texten, das selbst die Blogger, die ich gut kenne, alle zugeben müssen, das sie Texte nur noch sporadisch lesen können. Wer soll also all diese Gedanken lesen, wenn wir uns eben nicht für eine Zielgruppe entscheiden und nicht ein oberstes Interesse in den Fokus rücken?

Ich habe noch keine Lösung für mich gefunden, wie ich mit dieser Misere umgehe. Zumindest ist dieser Beitrag ein Anfang. Wenn alles gut geht, schreibe ich nach diesem Beitrag noch einen Jahresrückblick. Dieser erfüllt zwar weder noch offene Erwartungen von Kooperationspartnern an mich, noch hat so ein Beitrag sonderlich viel Reichweite, aber er erfüllt das, was ich hier in meiner Netzpersönlichkeit sein möchte: ein Ich in dem ich mich auch widererkenne und das mich und meine Bedürfnisse so befriedigt, dass ich noch lange die Motivation daraus ziehe weiterzumachen. Das Tagebuchartige eines Blogs steht dann wieder mehr im Fokus und genau das wünsche ich mir.

Wie geht es dir als Leser? Was wünschst du dir? Und wenn du Blogger bist, wie siehst du das alles? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

21 Kommentare

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  • Liebe Tanja,

    ja, ja und ja. Woher kennst du meine Gedanken ;)
    Scherz beiseite. Das kann ich alles zu 100% nachvollziehen.
    Ich bin mir sicher, dass kaum ein Leser – der einfach als Besucher auf den Blog kommt – weiß, was für eine Arbeit hier drin steckt. Ich versuche auch noch die gesunde Balance zu finden. Ich möchte so gerne mal wieder ein Buch lesen.

    Auch deine Gedanken zu Instagram kann ich zu 100% nachvollziehen. Ich bin ebenfalls am überlegen, in welche Richtung ich dort gehen möchte. Mir fehlt das authentische. Was du oben geschrieben hast, könnte tatsächlich aus meinen Gedanken abgeschrieben worden sein.

    In dem Sinne Alles Gute für 2018.

    Alles Liebe und hoffentlich bis bald mal,
    Tanja

    • Liebe Tanja,

      wenn ich mal als Blogger erfolglos werde, sollte ich es vielleicht als Gedankenleser probieren ;)

      Vor allem das mit dem Buch kenne ich so gut. Es ist ein bisschen wie zu Schulzeiten, wo die Hausaufgaben und das Lernen immer im Hinterkopf waren. Nur, dass das Bloggen so viel schöner ist.

      Immerhin antworte ich jetzt auch mal wieder auf Kommentare. Auch so ein 2018 Vorsatz, von dem ich hoffe, es durchzuziehen. Jetzt muss ich da nur noch schneller werden :-)

      Ich freu mich auf unser baldiges Treffen!

      Alles Liebe
      Tanja

  • ❤️❤️❤️ Wir haben das mit dem SEO immer noch nicht raus. 😅 Und so oft ärgern wir uns (oder ich mich… ich bin ja der Schreiberling von uns beiden) dass wir so wenige Leser haben, obwohl wir unsere Texte und unseren Content klasse finden. Aber ich brauche einfach diese Zeit, für Andy, für Freunde, für mich, und jetzt auch noch für Akim. Um das Blog erfolgreich zu machen, müsste ich hier Zeit weg nehmen und in Themen wie SEO, Social Media etc investieren. Da in meinen Augen neben dem Job schon nicht genug Zeit für Andy, Akim und Co da ist, ist das schlichtweg nicht möglich.

    Bei dieser Misere sprichst du mir aus dem Herzen ♥️

    Bei dem Insta- Thema muss ich sagen, ist das das, was mir 2017 am meisten Spaß bereitet hat. Motive suchen, schauen, wie wir sie am besten in Szene setzen… dennoch werden auch hier unsere Follower nicht erkennbar mehr. Warum? Zum einen, wegen dieser dämlichen Follower-Unfollow Spiele die mir echt unfassbar auf den Keks gehen! Heute zehn mehr, morgen wieder 12 weniger… zum anderen, weil wir auch hier zu den Uhrzeiten und in dem Rythmus posten, wie es uns gerade in den zeitlichen Kram passt. Und unser zeitlicher Kram stimmt offenbar halt nicht mit den Hypezeiten überein.

    Also man kann es drehen und wenden wie man will… will man professionell bloggen, ist es halt auch ein vollständiger, ernst zu nehmender Nebenjob, wenn nicht sogar noch mehr als das…

    Ich mag dein Blog gerade weil du so authentisch bist, so natürlich und offen. Es ist natürlich deine Entscheidung, aber ich mag dich so wie du bist, und so wie du schreibst! ❤️

    In diesem Sinne: alles Gute für 2018! Vor allem das, was du dir wünschst, aber gerne mit der Tanja, die du immer schon bist! 🙋😘

    GLG Miriam

    • Liebe Miriam,

      hach, dein Kommentar lässt mein Herz aufgehen. So viele so viele so liebe Worte.

      Geht es dir auch so, dass du manche Blogger verfolgst, bei denen du denkst: Was für großartiger Content und warum hat das die Welt noch nicht entdeckt?! Ihr seid sicher so ein Blog bei dem es mir genauso geht.

      Gleichzeitig hat mir bei den Jahreswechseln ein Bloggerpost zu denken gegeben, der verkündete, bei Reisetexten weiter aus Leidenschaft zu bleiben, wohlwissend aber, dass er mit anderen Texten mehr Leser bekommt. Das fand ich krass.

      Aber es stimmt schon, gerade wenn die Zeit eng ist, lese ich auch am liebsten die Reisetexte zu den konkreten, mich betreffenden Zielen und klammere den Rest aus.

      Das mit Instagram ist interessant. Dein Kommentar bewegt mich dazu, weg von meinem perfekten Anspruch zu gehen und die Leidenschaft wieder zu finden. Ich will jetzt ein Bild am Tag posten und mal sehen, ob der Spaß wieder kommt. Danke!

      Alles Liebe
      Tanja

  • Liebe Tanja,

    das sind alles Gedanken, die mich auch umtreiben. Zumal gerade eine liebe Bloggerkollegin von einem Tag auf den anderen hingeschmissen hat, eben weil sie dieses höher, schneller, weiter nicht mitmachen wollte. Das hat mich sehr ins Nachdenken gebracht, weil ich eigentlich ständig das Gefühl habe, ich müsste eigentlich viel mehr machen. Und viel toller. Und am besten auch noch Instagram-Stories und YouTube. Ich bin für mich zu der Erkenntnis gekommen: Nee, muss ich nicht. Bloggen soll mir in allererster Linie Spaß machen, nicht Druck. Und noch ein weiterer Gedanke – als Leserin von Blogs: Ich folge nicht dem Blog, ich folge dem Menschen dahinter. Sonst wäre es ja tatsächlich nichts anderes, als ein Magazin zu lesen. Ich wünsche Dir ein wunderbares (Blog-)Jahr 2018!
    Herzlichst, Conny
    PS: Das ist jetzt aber sehr lang geworden. Entschuldige!

    • Hallo Conny,

      ja, die Grenze zum Magazin ist oft verschwimmend gering. Wobei ich glaube, dass ich bei einem Magazin noch einen höheren Druck hätte :-)

      Ich folge auch gern den Menschen, habe aber auch noch einen Vortrag aus einer Konferenz im Hinterkopf, der sagt, dass ein Mensch ca 150 Beziehungen (virtuell und echt) aufbauen kann. Das ist echt nicht viel … Kein Wunder gibt es die paar Große und den Rest.

      So wie du schreibst, glaube ich, dass du mir sehr ähnlich bist und selbst, wenn du jeden Tag 16 Stunden am Blog arbeiten würdest, würdest du noch was zum Optimieren finden, oder?

      Alles Liebe
      Tanja

  • Liebe Tanja, erstmal frohes neues Jahr! ich hoffe du bist gut reingerutscht :)

    Ich sehe das ähnlich mit dem Blogger-Sein. Diese ganze Nischen-Ding, Insta-Storys, Pressereisen, das überfordert mich manchmal als Leser, der ich ja immer noch bin, aber auch als Bloggerin. Als Bloggerin möchte ich da natürlich mithalten und versuche auch interessante Insta-Storys zu machen, Kooperationen zu bekommen und versuche meinen Blog in eine Nische (naja Reisen, Mode, Lifestyle sind drei Nischen aber was solls) zu stecken. Aber eigentlich muss ich das gar nicht, denn das macht mich nicht glücklich! Deswegen habe ich aufgehört. Klar vergleiche ich mich hier und da, aber ich blogge nun fast 5 Jahre und habe erst letztes Jahr, also 2017, meine erste Reiseblogger Kooperation gehabt. Ich habe es nämlich früher immer nur für mich selbst gebloggt, aus Lust und Laune und Leidenschaft. Mein Blogger Jahr 2017 war aber auch eher auf „Erfolg“, mehr Reichweite usw. aus und das hat mir dann diese Lust und Laune genommen. Ich hatte ein kleines Tief kann man sagen, auch wenn man es als Leser eventuell gar nicht gemerkt hat. 2018 bin ich also ganz bei dir und versuche auch meine Balance mit Blog-Arbeiten-Instagram zu finden! <3

    • Liebe Jasmin,

      ich wünsche dir auch ein tolles neues Jahr, auch wenn es mit deinem Verlust sehr, sehr traurig angefangen hat.

      Die Erfolgsziele können einem leider sehr die Freude nehmen. Zumal oft die Frage ist, wie sehr können wir Erfolg beeinflussen. Und das verrückte am Erfolg ist ja, dass man damit nie so richtig zufrieden ist. Im ersten Jahr habe ich mich über 1.000 Leser im Monat gefreut, heute bekomme ich schlechte Laune, wenn ich am Tag weniger als 500 Besucher habe. Mehr, macht also gar nicht glücklicher, sondern gutes Feedback und Spaß bei der Sache. Die klassische intrinsische Motivation.

      Ich wünsche dir ein glückliches Blogjahr!

      Alles Liebe
      Tanja

  • Liebe Tanja,

    nischemyass.de und fuckyounische.de habe ich wieder hergegeben, meine Gedanken darüber haben sich aber nicht geändert. Du bist ein Mensch, ich bin ein Mensch. Menschen haben fast immer verschiedene Interessen. Aber eben nicht ein Interesse, sondern viele Interessen. Warum soll ich mich, nur um „erfolgreich“ zu sein, zu sehr auf Nischen stürzen und dabei den Spass verlieren? Nee, is nicht, fällt aus! Auch weiterhin!

    Und jetzt hoffe ich, wieder mehr von Dir zu lesen, aber vor allem, Dich (Und euch!) wieder öfter zu sehen. 2017 war das zu wenig!

    Liebe Grüße
    Hubert

    • Hallo Hubert,

      hach, das waren Zeiten ;-) Da war ich noch ein Blogbaby, als ich da neben dir sa0.

      Ich freue mich auf ganz viel Spaß beim Bloggen in 2018 :-) und den wünsche ich dir auch!

      Immerhin sind die ersten zwei Treffen mit dem Digital Media Camp und der ITB sicher :-) Mögen noch mehr folgen :-)

      Alles Liebe
      Tanja

  • Hey Tanja!
    Da ich ja noch neu unter den Bloggern bin, kommen mir diese ganzen „Regeln“ auch ziemlich krass vor. Es scheint so viel zu geben, woran man denken muss, um die Sache „richtig“ zu machen. SEO und Online Marketing, Personal Branding und Social Media Marketing und all diese -inge …da kann einem nur der Kopf rauchen. Ich selbst liebe Instagram irgendwie total, folge aber eigentlich auch nur Profilen, die nicht so mega durchgestylt sind und auch aus einem Katalog stammen könnten. Ob da jemand sein ganzes Leben in die Storys packt oder nicht, ist mir da gar nicht so wichtig. So lange man merkt, dass hinter der Sache ein echter Mensch steckt und das nicht nur irgendeine Masche ist, die sich – mehr oder minder – gut verkaufen soll, bin ich dabei.
    Ich lese deine Einträge immer gerne, sie machen so richtig schön Fernweh ;). Ich hoffe, du kannst den Druck im neuen Jahr ein bisschen für dich raus nehmen.

    Liebe Grüße und frohes Neues!
    Christina

    • Liebe Christina,

      stimmt, die Beschäftigungsmöglichkeiten als Blogger gehen einem nicht aus ;-)

      Wie schön, dass mein Blog Fernweh macht, dann habe ich die Ziele perfekt dargestellt.

      Ich frage mich immer, wie echt ein Mensch in Social sein kann und noch mehr, wie sehr sich echte Menschen abnutzen. Manchen kann ich z.B. heute nicht mehr Folgen, weil sie immer die gleiche Platte abspielen.

      Auch dir ein frohes Neues und ein tolles Blogjahr,
      Tanja

  • Liebe Tanja, vielen Dank für Deine Gedanken! Viele davon teile ich auch… und ich habe beschlossen, dass alles Freude und nicht Zwang sein soll. So sind meine Blogs wohl nicht so (zahlenmässig) erfolgreich wie andere, aber dafür auch keine lästigen Verpflichtungen.
    Mehr als die meisten Anderen stelle ich ebenfalls nicht mich, sondern ausschliesslich die Reisen und Erlebnisse in den Vordergrund. Bestimmt kostet mich das einige Leser, dass es so wenig „Persönliches“ gibt, aber damit kann ich leben, denn das ist nun einmal meine Einstellung, mit der ich mich wohl fühle.
    Deine Meinung zum Thema Pressereisen finde ich besonders interessant! Ich habe ich bisher alle meine Reisen (ausser eine gewonnene) mit Freude selbst geplant. Zum Thema Pressereisen habe ich schon öfters auch Kritik gelesen – dass sie eben dicht gedrängt und fremdbestimmt sind. Doch hier ist es wohl wie so bei vielem: Die Einstellung zählt. Lässt man sich darauf ein, freut sich auf die Überraschungen und über die gesparte Planungszeit, wird eine solche Reise zu einem Positiven Erlebnis. Ich überlege mir also nun, mich auch einmal auf ein solches Abenteuer einzulassen :-) $
    Liebe Grüsse, Miuh

    • Liebe Miuh,

      vielen lieben Dank für deine Zeilen und ich hoffe, dass du deine Einstellung mit den Zahlen beibehalten kannst, ich finde das oft schwer.

      Es freut mich, dass ich dir eine andere Sicht zu den Pressereisen eröffnen konnte, vielleicht ist es auch immer eine Glückssache. Bisher hatte ich einfach das Glück gutes Programm, tolle Ziele und das mit netten Begleitungen erleben zu können.

      Ich drücke dir die Daumen, dass es für dich bald auf ein solches Abenteuer geht und du genauso viel Glück damit hast wie ich.

      Alles Liebe
      Tanja

  • Ich würde SEO nicht überbewerten. Im Prinzip sind nur zwei Dinge wichtig: Erstens brauchst du ein klares Thema, was du aber alleine schon wegen der Leser haben solltest. Keiner will wahlloses Rumgeiere lesen. Zweitens musst du dafür sorgen, dass du den einen oder anderen eingehenden Link hast. Wenn ich sehe, wie viel Traffic ich jeden Monat von dir bekomme, muss ich sagen: Du machst das vollkommen richtig!

    Ich weiss nicht, ob du mit deinem Kommentar auch auf meinen Artikel anspielst, in dem ich schilderte, wieso ich nicht so sehr auf geführte Pressereisen stehe. Wie dem auch sei, ich fühle mich angesprochen… :)

    Dass eine Pressereise sehr praktisch ist, würde ich nie bestreiten. Wie dir fehlt mir dort aber das Recherchieren und das selbständige Entdecken, was bei einem praktisch orientierten Blog wie meinem natürlich sehr wichtig ist. Auch fehlt mir das Setzen eigener Schwerpunkte sowohl auf der Reise wie auch später beim Schreiben. Eine indivuelle Unterstützung einer Reise finde ich hingegen sehr wertvoll und nehme ich auch immer wieder gern in Anspruch.

    Nebeibei: Ich finde, dass du sehr echt rüberkommst. Ich würde mir da keine grossen Gedanken machen.

    Gruss,
    Oli

    • Lieber Oli,

      ich glaube der Traffic kommt einzig von einem Artikel. :-) Mein absolut bester, bei dem ich hoffe, dass das Ranking so bleibt, weil er unfassbar gut läuft.

      Danke für die SEO Tipps. Das mit den Links muss ich unbedingt wieder optimieren, in Bloganfangszeiten war das so viel besser. Mittlerweile bleibt mir für den Austausch oft wenig Zeit und so Wissen viele auch einfach nicht von den Artikeln.

      Deinen Pressereisenartikel habe ich tatsächlich mehrfach gelesen, aber eher aus dem Thema heraus, dass ich bis vor einem halben Jahr ja noch Bloggerevents für dm organisiert habe und mich das Thema sehr beschäftigt hat. Ich verstehe bestimmt die Gedanken dahinter, komme aber einfach zu dem Problem, dass ich bei Pressereisen die Recherche entspannt auf die Reise verlegen kann, während ich bei individuellen Kooperations-Reisen alles im Vorfeld recherchieren muss und so wieder einen Zeitstress komme, der für mich neben der Vollzeitarbeit oft problematisch ist.

      Für alle, die mehr über unsere Diskussion erfahren wollen. Hier der entsprechende Artikel:
      http://weltreiseforum.com/blog/blogger-reisen-das-dilemma-mit-den-einladungen/

      Und danke für deine Schlussworte. Authentisch ist super als Blogger :-)

      Alles Liebe
      Tanja

  • Danke für diesen tollen Text. Ich bin gerade dabei für meine Steuer eine Aufstellung zu machen. 37 Reisen im letzten Jahr. Das ist eindeutig zuviel. Da bleibt kaum Zeit für Privatleben – und noch jetzt habe ich über einige Sachen nicht geschrieben. Vor genau 5 Jahren bin ich ohne Stress gestartet, zwar auch ohne Einnahmen über den Blog, aber mit ein wenig mehr Leichtigkeit.

    Die zurück zu gewinnen bin ich gerade dabei. Dabei hilft, das ich in diesem Jahr einiges anders mache. Ich fahre nicht mehr immer nur 2 – 3 Tage weg. Ich nehme meine bessere Hälfte mit und wir zahlen die Flüge und teilweise die Unterkünfte selbst, und fragen nur noch bestimmte Sachen an. Ich binde schon seit letztem Jahr meine Autoren mehr ein, die die eine oder andere Reise für mich übernehmen. Auf Instagram poste ich nur, wenn ich dazu Lust habe. Da ich mittlerweile viel spazieren und wandern gehe, laufen mir viele Dinge vor die Linse, die ich gerne bereit bin zu teilen. All das ist zusammenzufassen mit. Ich lass es entspannter und ohne Druck angehen.

    Was die Zahlen und den ganzen SEO-Kram angeht, so hab ich da noch nie einen Experten konsultiert. Ich mach einfach, wozu mein journalistisches Gespühr mir rät und achte darauf, das Dr. Yoast mir sagt. Das ich damit nicht in der oberen Liga mitspiele und das ich viel mehr optimieren könnte, weiss ich, aber ganz ehrlich? Mir fehlt dazu neben dem Job und einem Privatleben schlichtweg die Zeit. Wenn die Einnahmen sich in diesem Jahr wieder ähnlich entwickeln wie letztes Jahr werde ich mir vielleicht einen Studenten schnappen, der für ein paar Stunden die Woche in den Semesterferien ein wenig Fleißarbeit machen kann. Denn bei über 800 Artikeln muss ich erst mal anfangen, da Ordnung rein zu bringen, bevor ich über SEO und so was nachdenken kann.

    Schlussendlich bleibt nur zu sagen: Mach was dir dein Gefühl sagt. Ohne Stress und Druck. Du hast nen geilen Blog mit tollen Themen und bist ein wunderbarer Mensch. Was willst du mehr?

    Viele Grüße

    Janett

    • Liebe Janett,

      dein Schlusswort „made quasi my day“.

      37 Reisen plus eine Arbeitsstelle sowie 800 Artikel sind beeindrucke Zahlen vor denen ich nur meinen Hut ziehen kann. Ich bin ja schon bei mehr als zwei Reisen im Monat überfordert und alles in mir schreit dann nach der Couch ;-)

      SEO ist bei mir sehr oft grün, ob es dann klappt fühlt sich für mich immer noch wie Lotterie an ;) Ich drücke dir die Daumen, dass es mit dem Werkstudenten klappt. Abzugeben muss etwas tolles sein. Ich habe auf dem Blog bisher im niedrigen Euro-Bereich Geld verdient. Dennoch überlege ich, ob Geld aus dem Vollzeitjob jetzt reinstecke, um endlich ein paar Technikprobleme in den Griff zu bekommen, um die ich mich einfach nicht kümmern will.

      Das mit dem länger Reisen, statt immer kurz ist ein spannendes Thema. Beides hat so viel positives, aber eben auch seine Schattenseiten. Vor allem die An- und Abreise bei Kurzreisen ist immer ein großer Zeitfresser. Gleichzeitig liebe ich den kurzzeitigen Alltagsbreak!

      Ich freu mich schon wie Bolle, wenn wir uns 2018 wiedersehen :)

      Alles Liebe
      Tanja

  • Liebe Tanja,

    ich habe zum ersten Mal keine konkreten Vorsätze für meinen Blog gefasst. Ich blogge jetzt schon fast 6 Jahre und mein Blog hat alle Höhen und Tiefen in meinem Privatleben überstanden und ich hatte mir in den Vorjahren immer Vorsätze gefasst, sie aber nie einhalten bzw. erreichen können, weil dann immer irgendetwas passiert ist, was mir die Zeit fürs Bloggen genommen hat. Daher gehe ich 2018 sehr entspannt an. Glücklicherweise habe ich im letzten Jahr meinen Traumjob gefunden, der sogar noch flexibler ist als mein Job davor. Also kann ich endlich mal spontan reisen oder Einladungen annehmen, was sonst nie ging. :)
    Übrigens: Instagram mag ich von allen SM-Kanälen am liebsten. Zwar bringt das kaum Traffic auf meinen Blog, da ist Pinterest echt nen Knaller, aber Instagram macht mir Spaß und ich tausche mich dort mit vielen Leuten aus. Eigentlich wollte ich Snapchat fokussieren, aber irgendwie ist das seit Instastories in der Versenkung verschwunden. Auf meinen Reisen mache ich viel auf whatsapp – das dann natürlich nur für Freunde und Familie – kommt sehr gut an.

    LG Myriam

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